Liebe Gewohnheiten

Ich bin ein Gewohnheitstier. Seit ich keine Kinder mehr zur Schule schicken muss, also seit mindestens 20 Jahren, trinke ich morgens zwei Becher Kaffee und lese die Zeitung, wohl wissend, dass ich damit in die Hauptverkehrszeit gerate und mindestens 20 Minuten im Stau stehen werde. Infolge komme ich zu spät ins Büro und muss die Zeit nacharbeiten, was wiederum dazu führt, dass ich abends erst spät nach Hause komme und die Freizeit bis zum Schlafengehen knapp ist.

Ich könnte auch einen Thermosbecher mit Kaffee ins Auto nehmen, NDR Info hören und  frühzeitig auf der Arbeit sein. Dann wäre ich abends vor 18.00 Uhr zuhause und könnte die Zeitung in Ruhe auf dem Sofa lesen.  

Will ich aber nicht.

Ich liebe diese frühe Stunde allein mit mir und der Zeitung.

Aufstehen, duschen, anziehen und sofort los zur Arbeit, würde mir das Gefühl geben, eine Maschine zu sein.

Vor Kaffee und Zeitung walke ich mindestens 30 Minuten, egal ob Sommer oder Winter. Genieße die Bewegung und die frische Luft, Damit überliste ich meinen inneren Schweinehund. Der schläft um 05.30 noch tief und fest.  Abends hingegen ist er hellwach und lockt mich aufs Sofa. Dahin folge ich ihm dann auch gern.

Wie das wohl in einigen Wochen sein wird? Wenn ich jederzeit walken kann, wenn es egal ist, wann ich aufstehe und ich nicht nur eine Zeitung, sondern gleich mehrere lesen kann? Ob es mir wohl gelingt, eine Routine aufzubauen, die mir guttut?

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Es ist noch Zeit, oder?

Es ist noch Zeit, oder?
Du fühlst Dich wie immer, voller Träume, Pläne, Hoffnungen und Sehnsüchten. Träumst von tollem Sex, von Reisen, Tanzen und Flirten. Und plötzlich triffst du einen alten Freund, und denkst, ‚Oh Gott,  ist der alt geworden‘. Er ist zwei Jahre jünger als du. Du siehst deine Enkelin, sie ist 13, und hat keine Zeit mehr dich zu besuchen. Sie hat einen Freund.
Deine Tochter stöhnt über die Wechseljahre, und Du fragst dich, wie das sein kann, sie hat doch gerade erst geheiratet. Du siehst deine Frau an und siehst, dass ihr Bauch runder geworden ist und an ihrem Kinn ein Haar sprießt. Ihr habt nächstes Jahr Rubinhochzeit. Wo ist bloß die Zeit geblieben?

Du magst es gern bequem. Es ist egal, dass der Sessel klobig ist und eigentlich nicht zur Einrichtung passt. Er ist gemütlich und hat eine Vorrichtung, mit der du die Fußstütze ausfahren kannst, um in einen friedlichen Mittagsschlaf zu entgleiten. Mittagsschlaf. Wie kann das sein? Wie hast du früher immer über Leute gelästert, die mittags schlafen müssen. Nun gehörst du sonntags auch zu ihnen. Bist zufrieden, wenn du am Tag im Garten gepuzzelt hast, und abends guckst du ‚Visite‘ und Naturfilme im Dritten.

Du vermisst die Arbeit schon lange nicht mehr. Wirst du wirklich alt? Nein, du hast noch Zeit, bis du wirklich alt wirst. Du liebst es einfach nur bequem.

Du bist im Restaurant, beim Buffet, deine Kinder haben dich eingeladen. Früher hast du Buffets geliebt, dir den Teller immer wieder voll gehäuft und alles probiert. Heute reicht dir ein Teller und die scharfen, fetten Sachen lässt Du links liegen. Du erinnerst dich, dass du deine Tabletten nehmen musst. Die üblichen, die, die alle haben. Gegen Bluthochdruck, gegen Cholesterin, gegen Zucker. Du nimmst auch Vitamine. Omega 3 und Kürbiskernöl, wegen der Prostata. Immer öfter wirst du nachts wach, musst zum Klo.

Du wirst bald verreisen. Nach Schweden. Dort ist es ruhig und nicht so warm. Wie hast du Wärme früher geliebt. Hast schon im Juni braune Haut gehabt. Heute meidest du die Sonne, sie erschöpft dich, mehr als 23 Grad brauchst Du nicht mehr. So vieles hat sich geändert. In dir steigt leise die Frage auf, wie viel Zeit dir noch bleibt. Und was kommt, wenn keine Zeit mehr ist. Das macht dir Angst.

Nachts, wenn du wachliegst, fragst du dich manchmal, ob Du was verpasst hast im Leben. Du warst immer brav, bist immer lieber auf Nummer sicher gegangen. Warst ein loyaler Mitarbeiter, ein treuer Ehemann, ein fürsorglicher Vater. Hast gespart und für die Familie gesorgt. Viel Spaß hattest Du nicht, aber Du warst zufrieden mit Dir. Du warst und bist ein anständiger Mann.

Während Du in den Mittagsschlaf hinübergleitest, gehen Dir allerhand Dinge durch den Kopf, Geschichten über Menschen, die Nahtoderlebnisse hatten und eine Sendung über einen kleinen Jungen, der sich an Dinge aus früheren Leben erinnerte. Du hoffst, dass da noch was kommt und doch zweifelst Du,  denn kann der Tod anders als der Schlaf sein? Bist einfach weg, nicht da. Ist so auch der Tod? Für immer?

Dein Hals fühlt sich eng an. Beklemmung packt Dich und an Schlaf ist nicht zu denken.

Dumme Gedanken, du wirst jetzt rausgehen und deine Blumen gießen, die Fische im Teich füttern und nach dem Rechten gucken. Es ist noch Zeit bis zum Abend.